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Die Artischocke: Eine alte Delikatesse ist gut für die Gesundheit

Rom, im ersten Jahrhundert: Der berühmte Schriftsteller und ehemalige Offizier Gaius Plinius Secundus Maior, besser bekannt Plinius der Ältere, sitzt an seinem Schreibtisch, Pergament und Feder vor sich. Auf einem Teller: mehrere Artischockenherzen und -blätter. Plinius betrachtet sie. "Erstaunlich, welche Delikatesse sich in der dornigen Pflanze verbirgt. Sie sieht fast aus wie eine Distel, aber der Geschmack ist wirklich einzigartig. Und sie hilft mir auch bei meinen Verdauungsstörungen."

Der römische Literat war indes nicht der erste, der die Artischocke für sich entdeckte. Lucius Iunius Moderatus Columella, ein Zeitgenosse Plinius', beispielsweise plädiert in seinem landwirtschaftlichen Werk "De re rustica libri duodecim" für die Kultivierung der Pflanze. Und bereits im alten Ägypten war die "Cynara scolymus" als Arzneipflanze und bekömmliche Speise bekannt und mauserte sich schnell zu einem sehr beliebten Gemüse wohlhabender Kreise. Übrigens: Die Araber sorgten für ihre Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel. Das zeigt sich unter anderem am deutschen Namen, der auf das arabische "al-harshuf" zurückgehen soll, was so viel wie "Erddorn" oder "Erddistel" heißt.

Die Artischocke kann eine Höhe von 1,5 Metern erreichen, sieht distelartig aus und besitzt einen dicken, verzweigten Stängel. Die großen Blätter sind tief fiederspaltig und tragen teilweise Dornen. Der Korbblütler blüht im Juli. Die violett gefärbten Blüten sitzen wie eine Krone auf den eher wuchtigen grünen Hüllblättern.

Während die zartbitter schmeckenden Artischockenherzen gerade aus der mediterranen Küche kaum wegzudenken sind, gelten die Artischockenblätter als arzneilich sehr wirksam. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Artischockenblätter zu etwa 0,5 Prozent Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), vor allem die Substanz Luteolin, und das verwandte Cynarosid enthalten. Zu bis zu zwei Prozent finden sich Caffeoylchinasäure-Abkömmlinge in den Blättern sowie bis zu vier Prozent Bitterstoffe, zum Beispiel den Pflanzeninhaltsstoff Cynaropikrin.

Plinius der Ältere hat sich die wohltuende Wirkung der Artischocke auf die Verdauung nicht eingebildet. Die verschiedenen Inhaltsstoffe steigern die Produktion von Gallensäuren in der Leber und regen die Gallenblase dazu an, mehr von diesen Säuren in den Darm abzugeben. Dort erleichtern sie die Verdauung von Fetten und unterstützen das Wohlgefühl der natürlichen Verdauung. Außerdem haben Untersuchungen bewiesen, dass die Artischocke die Lebertätigkeit fördert und sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirkt.

Und ihre Wirkung gegen unerwünschte Blähungen und Völlegefühl ist ohnehin bekannt – schon die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten die mediterrane Blüte, um sich davon zu befreien. Das funktioniert insbesondere nach üppigen Mahlzeiten gut.

Übrigens: Im Gegensatz zum gesundheitsbewussten Feinschmecker Plinius haben wir heute einen großen Vorteil. Wer seiner Verdauung und dem damit verbundenen Wohlgefühl etwas Gutes tun will, sollte unbedingt zu Artischocken-Extrakt greifen. Ein Extrakt ist nämlich in der Regel immer stärker konzentriert und wirkt somit auch besser.